6 - Wasserdösle

Bei diesem GeoTürle geht es um das Globale Nachhaltigkeitsziel (SDG) Nr. 6: „Sauberes Wasser"

Zum Öffnen des GeoTürles benötigst du den Schlosscode 7276
Um an das Logbuch zu kommen, musst du den zylindrischen Behälter an schubsen. Anschließend musst du dich ein wenig gedulden, bis sich die Sedimente setzen und der Zahlencode sichtbar wird. Gegebenenfalls ist eine Taschenlampe hilfreich. 
Bitte im Anschluss alles wieder in die Ursprungsposition zurücksetzen und die Schlösser ordnungsgemäß verschließen.

Alle GeoTürle sind im Sinne der Nachhaltigkeit zu Fuß, mit dem Fahrrad und/oder mit dem ÖPNV zu erreichen und in der Regel barrierefrei. 
Koordinaten: N 48° 28.902 E 009° 32.803
GC-Code: GC9DWDM

Weitere Infos gibt es hier.

Heute schon genug getrunken? Wasser ist kostbares Gold, das bei uns aus dem Wasserhahn kommt. Das ist heutzutage leider immer noch nicht überall auf der Welt so und könnte auch eines Tages hier zum Problem werden.

Was ist das Ziel?​​

Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten.

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein anerkanntes Menschenrecht. Allen Menschen muss stets bezahlbares Wasser in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen. Bis 2030 sollen alle Menschen Zugang zu sauberem und bezahlbarem Trinkwasser haben. Wasserverschmutzung und -knappheit sollen erheblich verringert werden. Wasserverbundene Ökosysteme wie Flüsse, Seen, Feuchtgebiete und Wälder sollen geschützt werden.

Was hat der Landkreis Reutlingen damit zu tun?

Der Landkreis möchte die Wasserversorgung auf klimatische Veränderungen vorbereiten, unter anderem durch Wasserspeicher. Durch die Ausweisung von Wasserschutzgebieten wird die Sauberkeit des Wassers in Gebieten, in denen das Trinkwasser gewonnen wird, sichergestellt. Außerdem werden Informationen für Unternehmer*innen über den Gewässerschutz bereitgestellt.

Die Zaininger Hüle

Wasserarmut war über lange Zeit eines der größten Problemen der Albbevölkerung. Die Bewohner waren oft gezwungen, verschmutztes Regenwasser zu trinken, das sie teilweise von ihren Dächern auffangen mussten. Krankheiten und eine hohe Kindersterblichkeit waren die Folge. Erst die Entwicklung der Albwasserversorgung 1870 sicherte allen den Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Grund für diese Wasserknappheit ist die spezielle Geologie: Das Gebirge der Schwäbischen Alb besteht aus Kalkstein, der von zahlreichen Spalten durchzogen, gleichzeitig aber leicht durch Regenwasser löslich ist. Dies führt dazu, dass Wasser schnell im Untergrund versickert und in unterirdischen Höhlensystem abtransportiert wird. Oberflächliche Gewässer sind in dieser Karstlandschaft selten.

Vereinzelt bilden sich jedoch in Mulden, wenn wasserstauende Gesteine wie zum Beispiel Ton sie nach unten abdichten, natürliche Vernässungsflächen. Da sich Menschen um sie herum ansiedelten, liegen viele dieser sogenannten "Hülen" heute inmitten eines Dorfes. Sie waren Wasserreservoir, Viehtränke und Löschteich zugleicht und halfen, das Überleben auf der Alb zu sichern. Heute noch bieten sie Orte der Entspannung und kommunikativer Treffpunkte im Dorfkern.

Die Zaininger Hüle ist vielleicht die schönste und größte ihrer Arbeit auf der Schwäbischen Alb und verdankt ihre Entstehung dem wasserstauenden Vulkangestein - Basalttuff - im Untergrund. Das Zaininger Maar ist eines der über 350 nachgewiesenen Relikte des Schwäbischen Vulkans.

Wusstest du ...

... dass 2,2 Milliarden Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben?1

... dass 700 Millionen Menschen auf der Welt bis 2030 gezwungen sein könnten, wegen Wassermangel ihre Heimat verlassen zu müssen?1

... dass ein Teil des Trinkwasser in Reutlingen seit 1958 vom Bodensee kommt? Die Bodenseewasserversorgung versorgt zahlreiche Städte und Gemeinde des mittleren Baden-Württembergs über ein sehr langes Rohrnetz mit frischem Trinkwasser

1 https://www.bmz.de/de/agenda-2030/sdg-6

(Landratsamt Reutlingen, Kreisamt für nachhaltige Entwicklung)