2 - Brotdösle

Bei diesem GeoTürle geht es um das Globale Nachhaltigkeitsziel (SDG) Nr. 2: „Ernährung sichern“

Zum Öffnen des GeoTürles benötigst du den Schlosscode 7276.
Um diesen Geocache zu loggen, musst du dich vor Ort mit Insekten beschäftigen. Marienkäfer, Bienen, Schmetterlinge und Hummeln helfen dir, das Schloss hinter dem sich das Logbuch befindet, zu öffnen.
Bitte denke daran, alles hinterher wieder ordnungsgemäß zu verschließen.

Alle GeoTürle sind im Sinne der Nachhaltigkeit zu Fuß, mit dem Fahrrad und/oder mit dem ÖPNV zu erreichen und in der Regel barrierefrei.
Koordinaten: N 48° 30.814 E 009° 22.266
GC-Code: GC9G9M9

Weitere Infos gibt es hier.

Heute schon satt gegessen? Obwohl weltweit genügend Nahrungsmittel produziert werden, um alle Menschen ausreichend zu ernähren, hungern über 800 Millionen Menschen, zwei Milliarden sind von Mangelernährung betroffen.

Was ist das Ziel?

Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.

Jeder soll Zugang zu sicheren, ausreichenden und nährstoffreichen Nahrungsmitteln haben. Die Vielfalt von Saatgut, Pflanzen, Tieren und dessen gerechte Verteilung soll gewahrt werden. Bis 2030 soll die Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion produktiver, widerstandsfähiger und schonend zu Ökosystemen werden.

Was hat der Landkreis Reutlingen damit zu tun?

Besondern der dramatische Rückgang von bestäubenden Insekten stellt neben dem Verlust der Artenvielfalt eine große Bedrohung für die Sicherung der weltweiten Nahrungsversorgung dar. Auch bei uns hätte der komplette Ausfall der Bestäubungsleistung durch Insekten folgenschwere Auswirkungen. Insbesondere der Obst- und Gemüseanbau, auch auch Kulturpflanzen wie Raps, Sonnenblumen oder Ackerbohnen, die großflächig angebaut werden, wären betroffen. Es würde zu dramatischen Ertragseinbußen kommen.
80 Prozent aller heimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch verschiedenste Insekten angewiesen, die Honigbiene übernimmt einen bedeutenden Anteil davon. Imkervereine wie zum Beispiel der Bezirksimkerverein Bad Urach sorgen sich um Honigbienen, die neben der Bestäubungsarbeit den wertvollen Honig in den Bienenstöcken produzieren.

Die Streuobstwiese

Wir sind erst seit wenigen Jahren im Besitz dieser Streuobstwiese. Anfangs war sie noch in einem recht verwahrlosten Zustand. So musste erst das Gestrüpp gerodet werden und anschließend als Totholzdecke an verschiedenen Orten wieder aufgeschichtet. Dort haben nun verschiedenste Insekten und andere Tierarten ihren Unterschlupf. Durch eine mehrjährige Schneideaktion konnte der Baumbestand in Form gebracht und verjüngt werden. Zusätzlich wurde im Rahmen des Sortenprojektes des Landkreises Reutlingen neue, seltene Sorten angepflanzt. Die Pflege der Streuobstwiese erfolgt mit Rücksicht auf die Baumgesundheit und Brutzeit verschiedener Tierarten.
Das Ziel ist, den Baumbestand gesund und vital zu erhalten und ein vielfältiges Angebot an Obst und Wildobst zu haben. Durch die hohe Biodiversität werden Lebensräume für verschiedenste Tiere und Pflanzen geschaffen.

Wusstest du ...

  • ... dass der Großteil der Lebensmittelabfälle mit 52 % in privaten Haushalten entsteht? Jeder Verbraucher und jede Verbraucherin wirft demnach etwa 75 kg Lebensmittel pro Jahr weg.1
  • "Fleisch frisst Land": Würde man den Fleischhunger aller Deutschen zusammen auf deutschem Territorium stillen wollen, dann müsste man 19.000 km2, beispielsweise das gesamte Bundesland Rheinland-Pfalz, vollständig mit Soja bepflanzen.2
  • Zum Erhalt der biologischen Vielfalt als Lebensgrundlage hat die Landesregierung Baden-Württemberg Ende 2017 das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt auferlegt. Auf dessen Internetseite findest du ein breites Veranstaltungsangebot.

1 Studie des Thünen Institut, 2019.
2 Studie des WWF, 2014.

(Landratsamt Reutlingen, Kreisamt für nachhaltige Entwicklung)