Digitale Archivsprechstunde

Kostenfreies Angebot für Familienforschende und Geschichtsinteressierte

Um Krieger- und Gefallenendenkmäler geht es bei der nächsten Archivsprechstunde von Kreisarchivleiter Dr. Marco Birn am Dienstag, 31. Januar 2023, von 19:30 bis 20:30 Uhr.

In Deutschland gibt es mehr als 100.000 Gefallenendenkmäler und Gedenktafeln. Die meisten erinnern an die Opfer der beiden Weltkriege. Früher sollten diese Denkmäler Angehörige trösten, heute sind sie in vielen Orten von großer Bedeutung für Heimatgeschichte und Familienforschung. Dabei wird oft vergessen, dass im Vorfeld der Aufstellung solcher Denkmale, viele Unterlagen anfallen, die sich heute als Akten in Stadt- und Gemeindearchiven befinden. Darin können sich wertvolle Informationen zu den einzelnen Gefallenen finden, die für Biografie und Umstände ihres Todes von Bedeutung sind. Dr. Marco Birn hat hierzu als Gastexperten Philipp Klais vom Kreisarchiv Freudenstadt eingeladen, der hierzu geforscht hat. Er wird den Teilnehmenden an einem Beispiel unter anderem das Prinzip der „Rückwärtssuche“ erklären. Bei dieser geht es darum, mit dem Namen auf einem Denkmal die entsprechenden Akten in den Archiven zu finden.

Kriegsstammrollen

Auch mit Hilfe von Kriegsstammrollen, wobei es sich um Personalakten von Militärangehörigen handelt, lassen sich oftmals wertvolle Hinweise und Erkenntnisse über die eigenen Groß- und Urgroßväter in den militärischen Einheiten Württembergs gewinnen. Etwa in welchen Schlachten sie kämpften, ob sie Verwundungen erlitten oder gefallen sind. Schon mit Namen und Geburtsdatum der gesuchten Person sind erste Online-Recherchen möglich. Ideal ist es, wenn darüber hinaus Angaben zur militärischen Einheit vorliegen. Der Kreisarchivar gibt natürlich auch Tipps wie vorzugehen ist, wenn die Geburtsdaten oder militärischen Einheiten der Angehörigen nicht bekannt sind.

Fragerunde im Anschluss

Generell gibt es bei den Archiven immer mehr Fotos, Karten, Pläne, Dokumente und Archivgut online. In der Archivsprechstunde wird gezielt darauf eingegangen wie diese Datenbanken für die Familienforschung genutzt werden können. Im Anschluss haben die Teilnehmenden wieder die Möglichkeit Fragen zu diesen oder auch anderen Themen der Familienforschung zu stellen. Andere Fragen könnten beispielsweise lauten: Wie helfen mir die alten Fotografien im Familienalbum bei der Erstellung meines Stammbaums weiter? Um was handelt es sich bei dem vergilbten Dokument meiner Großeltern? Auf dem Dachboden habe ich einen alten Gegenstand meiner Vorfahren gefunden, was verrät er mir über ihr Leben und ihren Alltag? Wie unterstützt das Kreisarchiv die Recherchen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich für Familien- und Heimatforschung interessieren?

Weitere Informationen

Die Archivsprechstunde findet am Dienstag, 31. Januar, von 19:30 bis 20:30 Uhr online statt.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Link zum Webex-Meeting:

Direktlink zur Archivsprechstunde

Wie nehme ich teil?

Es ist auch eine klassische Einwahl per Telefon unter der Festnetznummer 0619 6781 9736 möglich. Dann ist nur noch über die Telefontastatur die Meeting-​Kennnummer 2393 810 3137 einzugeben, um der Veranstaltung beitreten zu können.

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