Stadtschloss Münsingen

Stadt Münsingen

Im Schloss zu Münsingen wurde am 14. Dezember 1482 der Münsinger Vertrag geschlossen, der die Unteilbarkeit Württembergs und erstmals das Mitspracherecht der Landesstände verankerte. Damit beendete der Vertrag die 40jährige Teilung des Landes und schuf so die Voraussetzung für die Erhebung der Grafschaft Württemberg zum Herzogtum im Jahre 1495. So bedeutsam der Münsinger Vetrag für die Geschichte Württembergs war, so wenig ist über das Schloss, in dem er abgeschlossen wurde, bekannt. Das sogenannte „Alte Schloss“ wird erstmals 1482 im Zuge der Vertragsverhandlungen erwähnt, dann um 1485 umgebaut bzw. Teile von den württembergischen Grafen neu errichtet und als Fruchtkasten genutzt. Vom 16. bis 19. Jahrhundert wurde der Schlosshof durch weitere herrschaftliche Bauten – Marstall, Münsinger Oberamtei, Kameralamt und Amtsgericht – ergänzt. Noch heute ist der Schlosshof Sitz staatlicher Verwaltungsstellen: So befindet sich im „Alten Schloss“ das Stadtmuseum mit sehenswerter Sammlung zur Geschichte und Kultur der Münsinger Alb.

Lageplan des Schlossbezirks Münsingen