Schloss Trochtelfingen

Stadt Trochtelfingen, Stadtteil Trochtelfingen

Das Schloss Werdenberg, auch Werdenbergschloss genannt, ist ein Renaissanceschloss der Grafen von Werdenberg in Trochtelfingen.
Ein Ortsadel von Trochtelfingen wird im 13. Jahrhundert erwähnt. Vermutlich ist die „Alte Burg“ die erste Burg von Trochtelfingen und Sitz des Ortsadels. Die Stadtburg von Trochtelfingen entsteht erst nach 1320; diese war gelegentlicher Wohnsitz von Graf Eberhard I. (1265-1325). An die Werdenberger gelangte die Stadtburg 1316, als Agnes (vor 1300-vor 1349), eine Tochter des Grafen Eberhard I., Trochtelfingen und die Stadtburg als Mitgift in die Ehe mit Graf Heinrich von Werdenberg (+ ca. 1332) einbrachte. Das heutige Schloss wurde Ende des 15. Jahrhunderts unter den Grafen Felix (+ 1530) und Christoph von Werdenberg (+ 1534) neu erbaut. Nach dem Aussterben des Grafengeschlechts 1534 - Anna, die Tochter des letzten Grafen, war mit dem Grafen Friedrich III. zu Fürstenberg verheiratet - kam die Herrschaft und damit Trochtelfingen und das Schloss in den Besitz ihres jüngsten Sohns, Graf Joachim der Fürsten zu Fürstenberg (1538-1598). Unter Graf Friedrich IV. (Regierungszeit von 1598 bis 1617) wurde das Schloss Werdenberg zur Residenz erhoben. Es diente gleichzeitig der Herrschaft als Wohnung und Amtssitz sowie als Wohnung des Obervogts. In dem Zeitraum 1806 bis 1850 als Trochtelfingen zu Hohenzollern-Sigmaringen gehörte, war die Schlossanlage Sitz des Obervogteiamts Trochtelfingen. Auch anschließend als Teil der preußischen Hohenzollernschen Lande blieb das Schloss bis 1861 Oberamtssitz, dann kam Trochtelfingen zum Oberamt Gammertingen. 1869 verkaufte die Fürstenbergische Standesherrschaft das Schloss an die Stadt Trochtelfingen. Diese richtete eine Schule ein, die heute noch besteht. Eine umfassende Sanierung erfolgte in den Jahren 2011/ 2012.

Lageplan des Schlosses Trochtelfingen