Sankt Otmarkirche

Gemeinde Hohenstein, Ortsteil Meidelstetten

1363 wurde auf Anregung eines Ulrichs von Trochtelfingen, der Abt im Kloster Sankt Georgen im Schwarzwald war, eine Sankt Otmarkapelle in Meidelstetten errichtet. Sie war eine Filiale der Trochtelfinger Hauptkirche: Von dort kamen die Priester, um die Messe zu lesen und die Sakramente zu spenden. Während der Reformation wurde Meidelstetten von der katholischen Pfarrei Trochtelfingen abgelöst, kam zur evangelischen Pfarrei des Nachbarortes Bernloch und wurde evangelisch. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wurde Meidelstetten durch die umherziehenden Heere nicht völlig zerstört: Einige Häuser waren weiterhin bewohnt und auch die Kirche konnte nach Ausbesserungsarbeiten wieder genutzt werden. Das heutige Gotteshaus wurde um 1777 neu errichtet, Renovierungen erfolgten 1846 und 1906. In den sechziger Jahren fand durch den Reutlinger Architekten Wizgall eine allumfassende Erneuerung mit einem Anbau auf der Westseite der Kirche statt, wo die Sakristei und der Treppenaufgang zur neuen Orgelempore geschaffen wurden.
Zu erwähnen sind das Kruzifix und das Chorfenster, welches Christus als Pantokrator im neuen Jerusalem darstellt.