Sankt Georgskirche

Gemeinde Hohenstein, Ortsteil Bernloch

Eine Kapelle zu Ehren Jesu, Mariä, Sankt Georg und allen Heiligen wurde im 12. Jahrhundert durch das Kloster Weißenau bei Ravensburg errichtet. Es wird vermutet, dass dieses Gotteshaus nicht am heutigen Kirchplatz stand, sondern mehr in nordöstlicher Richtung, nahe des heutigen Pfarrhauses. Im 14. Jahrhundert löste das Weißenauer Kloster seinen Besitz im Ort auf. Die Einwohner von Bernloch waren demnach mit dem Wegzug der Mönche ohne Priester und ohne Gottesdienst. Aus diesen Gründen wurde der Wunsch nach einem eigenen Pfarrer immer lauter. Gegen 1460 konnten die Bernlocher Einkünfte und eine Pfründe zur Besoldung eines Geistlichen nachweisen. Folglich wurde Bernloch zur Pfarrei erhoben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt gab es aller Wahrscheinlichkeit nach einen Um- oder Neubau an der Kapelle und ein Pfarrhaus musste errichtet werden. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde die Kirche zerstört und brannte wohl auch gänzlich ab. 1773/74 wurde am heutigen Platz die alte Georgskapelle durch einen Neubau ersetzt, die Einweihung erfolgte am 20. Sonntag nach Trinitatis 1774. Im Jahr 1929 brannte die Kirche bis auf den Chor durch einen Blitzeinschlag nieder, 1931 wurde sie von E. Weippert neu aufgebaut, wobei Reste des dreiseitig geschlossenen Chors mitverwendet wurden.
Auf dem Friedhof an der Kirchenmauer liegt der Bernlocher Heimatdichter Hans Reyhing (1882-1961) begraben.