Wolfgang Stöhr
Künstlerportrait: Wolfgang Stöhr (Myway Film UG)
Wolfgang Stöhr
Biographie
1952
geboren in Ochsenhausen
1972 - 1977
Studium an der Staatl. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Staatsexamen
1972 - 1976
Studium der Kunstwissenschaft an der Universität Stuttgart, Staatsexamen
seit 1979
Atelier in Reutlingen, Lehrtätigkeit
seit 1982
Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland und Italien,
Einzelausstellungen im süddeutschen Raum
seit 1990
Atelier in Tübingen-Lustnau
seit 2020
Atelier in Tübingen-Pfrondorf
Mitglied in der Produzentengalerie "Pupille", Reutlingen
lebt in Reutlingen
Aus der Serie "kleine_welten2"; Foto: Wolfgang Stöhr
Künstlerisches Konzept
Die Bildsprache von Wolfgang Stöhr bewegt sich in einer offenen Ambivalenz zwischen äußerer und innerer Wirklichkeit.
Ausgangspunkt der Arbeiten sind meist zufällige, mit Stift oder Pinsel spontan und intuitiv gesetzte Formen.
Von Assoziationen geleitet und mit unterschiedlichen zeichnerischen, malerischen und experimentellen Verfahren werden diese weitergeführt. Durch ständiges Erproben, Verwerfen und Entscheiden tritt der mehrschrittige Arbeitsprozess in eine zunehmend bewusst reflektierte Gestaltung ein. Die formalen Spannungsverhältnisse auf dem Format werden nach und nach zu einem bildnerischen Ausdruck verdichtet, bis sich am Ende der ästhetische Moment der "Stimmigkeit" einstellt.
Aus der Serie "inne_halten"; Foto: Wolfgang Stöhr
So entstehen, meist auf Papier, Zeichnungen und Mischtechniken in zeitlich und inhaltlich zusammengehörigen Serien und mit ausgesuchtem Motivrepertoire: Umrisshaft angedeutete, ins Allgemeine stilisierte menschliche Figuren oder Köpfe treten in Beziehung zu Dinghaftem, Zeichenhaftem, Vegetabilischem, zu Liniengefügen, zu flächigen Texturen und Strukturen, zu farblichen Akzenten und Ansätzen von Räumlichkeit.
Es geht bildnerisch um das Erkunden und Ausloten der entstandenen Konstellationen auf der Bildfläche. Dabei ergeben sich immer wieder neue Beziehungen zwischen den Figuren, ihrem Verhältnis zu den Dingen und zum umgebenden Bildraum. Vielfältige und überraschende Kombinationen erschließen so im Spannungsfeld zwischen Bewusstem und Unbewusstem eine individuelle poetische Bildwelt, die uns vieldeutig, manchmal rätselhaft anmutet – und dabei psychologische und existenzielle Facetten des Menschenseins umkreist.
Die Arbeiten laden zum Innehalten und Nachdenken ein und eröffnen Zugang zu neuen Assoziationsebenen.
Aus der Serie "aus_zeit"; Foto: Wolfgang Stöhr