Martinskirche

Stadt Metzingen

Die Metzinger Martinskirche, ein dreischiffiger Hallenbau im spätgotischen Stil, wurde um 1500 unter Beteiligung von Jörg Adler erbaut. Ihre Vorgängerbauten lassen sich vom Namen her auf die wahrscheinlich älteste Kirche im Ermstal zurückverfolgen. Dies bestätigt auch die vorangegangene Holzkirche und eine spätere, vermutlich romanische Steinkirche, von der wohl die beiden außen an der Sakristei angebrachten Ziersteine - Kopf und Rose -  stammen. Im Jahr 1613 erhöhte Heinrich Schickhardt den Turm mitsamt der Galerie und dem zurückgesetzten Turmaufsatz, dem ein spitzer Helm aufsitzt. Die Überwölbung des Schiffsinneren mit einem Sternrippengewölbe erfolgte 1872/73 durch Christian Friedrich Leins. Von der Ausstattung aus dem 19. Jahrhundert hat sich fast nichts erhalten: Emporen, Gestühl, Kanzel und Orgel wurden 1964 zugunsten einer „Regotisierung“ entfernt.