Burgruine Hofen

Gemeinde Grabenstetten

Höhe: 687 Meter

Die von einem östlich des Ortes Grabenstetten gelegenen Parkplatz (an der Kläranlage) erreichbare Burgstelle ist der Stammsitz der Familie Schwenzlin, die bis ins 15. Jahrhundert hinein Vogteirechte im Ort ausübten.

Beschreibung

Auf einem nach Osten gegen das Lenninger Tal hinausragenden Felsvorsprung liegt in gut gesicherter Lage die Burg Hofen. Die von einer Umfassungsmauer geschützte Kernburg mit einer Fläche von etwa 40 auf 50 Meter wird von einem heute noch um 4 Meter tiefen und bis knapp 20 Meter breiten Sohlgraben abgetrennt. Im Außenbereich sind zwei durch Ackerbau stark verflachte Wälle mit einem dazwischen liegenden Graben vermutlich ebenfalls der Burg zuzurechnen. Über den Sohlgraben führt heute eine Holzbrücke durch die 1986 neu aufgemauerte Torwand. Wahrscheinlich stellt dies auch den alten Zugang dar, der ehemals über eine Zugbrücke erfolgt sein könnte.
Grundriss der Burg Hofen

Geschichte

Die urkundlich erstmals 1275 und 1478 letztmals genannte Familie Schwenzlin stand in Diensten der Herren von der Teck; 1323 taucht der Burgname Hofen als Zusatz im Familiennamen auf. Die Gründung der Burg ist noch im späteren 13. Jahrhundert anzunehmen, 1535 jedenfalls war die Burg schon zerfallen, es sollen aber noch Reste einer Burgkapelle (Alexanderkapelle) gestanden haben.

Literatur

  • Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb 4. Alb Mitte-Nord, Biberach 1991, S. 153-156
  • Der Landkreis Reutlingen Band 1, hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Landkreis Reutlingen, Sigmaringen 1997, S. 713
(Autor: Christoph Morrisey)

Die Burgruine Hofen in Grabenstetten mit erhaltenem Mauerwerk (Fotograf: Christoph Morrisey)