Burg Steinhilben

Stadt Trochtelfingen, Stadtteil Steinhilben

Geschichte

Die Burg Steinhilben, auch Steinhaus genannt, ist eine abgegangene Burg in Steinhilben. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde das Steinhaus im 12. Jahrhundert von den erstmals 1247 erwähnten Herren von Steinhilben erbaut. 1310 erfolgte der Verkauf an Württemberg. Die Herren von Steinhilben stifteten gegen Ende des 14. Jahrhunderts große Teile ihres Besitzes der Propstei Güterstein. Nach der Reformation und der Aufhebung Gütersteins war das Steinhaus 1555 württembergisches Eigengut. 1878 erfolgte der Abbruch des Schlosses.
Heute sind von der ehemaligen Burganlage noch Teile der Ringmauer erhalten.
 

Beschreibung

„Die ehemalige Burganlage ist von unregelmäßiger Grundform und lag hart an einer jetzt noch vorhandenen Hülbe, die außerhalb des Burgberings in einer einspringenden Ecke liegt. Die Hülbe ist jetzt noch durch eine rundbogige Türöffnung vom Burghof aus zugänglich. Die eigentliche Burg, vielleicht auch das sog. Steinhaus, lag im wesentlichen schmäleren, das Schloß und die Scheune im breiteren, östlichen Teil. Die alte Burganlage wurde ihrer Zeit nach Osten erweitert. Das Schloß soll im Jahre 1857 abgebrochen worden sein. Die gewölbten Schlosskeller sind noch vorhanden. Die Einfahrt zum Schloßhof lag in der Nordwestecke. Nordwestlich vom Schloß liegt die noch erhaltene Scheune. Ihr westlicher Teil ist der ursprüngliche. Auf der Ost- und Südseite fehlt die Ringmauer. Auf der West- und Nordseite ist sie noch erhalten, 85 m stark, und bildet zum Teil den Unterbau angebauter Gebäude. Bemerkenswert ist der vorhandene, heute noch benützte Schloßbrunnen mit Brunnenhaus, ein Schachtbrunnen, aus schön gefügten Sandsteinquadern hergestellt, mit der alten Wasserhebung mittels Zieheimern.“[1]

[1] K.Th. Zingeler/ Georg Buch, Zollerische Schlösser, Burgen und Burgruinen im Schwaben, Berlin 1906, S. ??