Burg Hohenstein

Gemeinde Hohenstein, Ortsteil Oberstetten

Die Gründungsgeschichten der Burg Hohenstein, der nachbarlich gelegenen Ödenburg und dem Steinhaus Oberstetten stehen in engem Kontext mit den 1138 in der Zwiefalter Chronik genannten Brüder Ernst von Hohenstein und Albert von Oberstetten. Da in dieser Chronik unter den Wohltätern des Klosters ein Ernst als „von Hohenstein“ bezeichnet wird, während sein Vater in einer anderen Quelle „von Oberstetten“ genannt wurde, wird angenommen, dass Ernst von Hohenstein die Burg Hohenstein vor 1138 erbauen ließ. In verschiedenen Urkunden erscheint die Burg als Adelssitz und Verwaltungszentrum der kleinen Herrschaft Hohenstein.  Vor 1220 gelang die Burg über einen Neffen des Ritters Albert, dem letzten Hohensteiner, an die Grafen von Zollern. Die Zollern wiederum gaben sie an Bertold Kaib weiter, der als Verwaltungsvogt die Burg ab 1315 übernahm. In dieser Zeit sind auch ein Umbau und eine Erweiterung der Burg wahrscheinlich. Später erhielten die Kaib von Hohenstein die Burg vollständig. Um 1410 verlegten diese schließlich ihren Wohnsitz in die neu erworbene Burg Ehrenfels im Glastal. Somit war die Burg Hohenstein aufgegeben: Bereits zwanzig Jahre später wird sie als Burgstall bezeichnet. 1981 wurde die Ruine von der 1975 entstandenen, nach ihr benannten Gemeinde Hohenstein erworben und baulich gesichert.
Von der ehemaligen Burganlage sind Mauerreste der Kernburg, Reste des Bergfrieds aus der Stauferzeit sowie die Ringmauer mit vorgelegtem Graben erhalten.

Grundriss der Burg Hohenstein