Burg Hohenhundersingen

Stadt Münsingen, Ortsteil Hundersingen

Die Burg Hohenhundersingen ist die Ruine einer Felsenburg oberhalb dem Lautertal beim Stadtteil Hundersingen. Sie gehört zu einer Kette von Anlagen, die sich im Laufe des Mittelalters am Tal des Flusses gebildet haben.
Lageplan der Burg Hohenhundersingen
Entstanden um 1200, bestand Hohenhundersingen ursprünglich aus einer kleinen Kernburg mit zum Tal gelegener Vorburg, eine eher seltene Konstruktion. Vollendet wurde die Felsburg wahrscheinlich direkt zur Wende zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert. 1352 erfolgte der Verkauf der Burg samt Dorf an Württemberg. Bereits ab 1314 hatten sie das Öffnungsrecht inne. Im Jahr 1452 erscheint sie im Pfandbesitz der Speth, 1463 als Lehen der Truchsessen von Bichishausen. Das Aussterben dieses Geschlechts und die Tatsache, dass die Burg unbewohnt war, sorgten für ihren zunehmenden Verfall. Die heutige Zugangstreppe stammt aus dem Jahr 1898, davor war die verfallene Burg unerreichbar gewesen. Die Gemeinde Hundersingen führte erstmals 1967 bestandserhaltende Maßnahmen an der Ruine durch. Seit 2001 gibt es eine Fördergesellschaft, die die Pflege der Anlage wahrnimmt sowie das Aufstellen der Informationstafeln übernahm.
Von der ehemaligen Burganlage sind noch der Bergfried mit Buckelquadermauerwerk und Reste einer Vorburg mit Umfassungsmauern zu sehen.

Grundriss der Burg Hohenhundersingen