Burg Blankenstein

Gemeinde Gomadingen, Ortsteil Wasserstetten

Der Bau der Höhenburg erfolgte im 12. Jahrhundert durch die Herren Blankenstein. Erstmals in Erscheinung treten die Burggründer mit dem vor 1182 bezeugten Edelfreien Bertold von Blankenstein und den zwischen 1150 und 1232 nicht näher zuordenbaren Swigger und Balbina von Blankenstein. Durch die Heirat Bertholds von Blankenstein mit Elisabeth, der Erbtochter der Edlen von Steinheim, gelangten die Blankensteiner zu Besitz im Neckartal und gründeten dort schließlich um 1250 das Kloster Mariental in Steinheim. Damit verlor ihre Stammburg in Wasserstetten an Bedeutung. Dies erkennt man vor allem an den sich häufenden Verkäufe in deren Nähe. 1320 gelangte die Burg und Herrschaft Blankenstein an die Württemberger. Grund hierfür war möglicherweise die Gefangenschaft Swiggers von Blankenstein, der „für den Schaden, den sie von minen wegen gehebt hant“ mit der Übergabe seiner Herrschaft und Burg aufgekommen war. In der Folgezeit blieb die Burg und deren Zugabe bei den Württembergern – allerdings unter wechselnden Inhabern. Aufgrund Keramikfunden wird vermutet, dass die Burg Blankenstein in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aufgegeben wurde. 1442 verfällt sie schließlich.

Grundriss der Burg Blankenstein