Burg Bichishausen

Stadt Münsingen, Ortsteil Bichishausen

Höhe: 640 Meter

Die Burgruine ist heute frei zugänglich, es führt eine Stahltreppe zur Kernburg.

Die Burgruine der Felsenburg Bichishausen liegt zwischen Münsingen und Zwiefalten und markiert damit die Grenze zwischen Württemberg und Fürstenberg.
Im 11. Jahrhundert gehörte das Anwesen den Grafen von Achalm, ab dem 13. Jahrhundert den Gundelfingern. Der Bau der Burg wird von der Forschung in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts datiert, Bauherr war entweder Swigger IV. von Gundelfingen oder Konrad II, der spätere württembergische Landrichter. Der völlige Neubau der Burg erfolgte um 1300: Laut einer Notiz, zerstörte Heinrich (VIII.) von Gundelfingen zu Bichishausen den Turm, um seine eigene Burg fester zu machen. Dadurch entstand eine typische Schildmauerburg mit zwei Burghöfen. Nachdem Mitte des 14. Jahrhunderts – möglicherweise nach dem Tod des letzten Truchsesses von Bichishausen oder durch Verkauf – die Truchsessen von Magolsheim in den Besitz der Burg gelangten, ging 1510 auf Erbweg die Burg an die Familie Buttlar über. Heinrich Treisch von Buttlar, kaiserlicher Rat und Teilnehmer an den Türkenkriegen, ließ die Burg den Wohnansprüchen seiner Zeit anpassen und die Zwingmauern errichten. Nach dessen Tod zerfiel die Anlage, bis sie im 17. Jahrhundert zerstört wurde. Nachdem sie 1923 in Privatbesitz überging, erwarb sie 1972 der Landkreis Reutlingen. Zwischen 1973 und 1975 erfolgten Instandsetzungs- und Freilegungsmaßnahmen.

Grundriss der Burg Bichishausen