Burg Baldeck

Stadt Bad Urach, Stadtteil Wittlingen

Der Bau der Burg Baldeck erfolgte um 1250 durch die niederadligen Herren von Baldeck, die Gefolgsleute der Grafen von Urach waren. Erstmals erscheint die Burg 1256 in der schriftlichen Überlieferung: Schon kurz nach ihrer Entstehung wird das „castris Baldegge“ vom Pfalzgrafen Rudolf von Tübingen, Ulrich von Württemberg und Hartmann von Grüningen belagert und schließlich aufgegeben. Um 1700 wurde die im Volksmund als „Mörderschlössle“ bezeichnete Ruine vermutlich abgebrochen, damit sie nicht mehr als Räuberunterschlupf genutzt werden konnte. Bestätigt wird diese kurze „Lebensdauer“ durch aufgelesene Oberflächenfunde, vor allem Scherben der Geschirr- und Ofenkeramik, die belegen, dass die Burg nur wenige Jahrhunderte bestanden haben dürfte.
Eine Besonderheit der abgegangenen Felsenburg ist, dass sie wie keine andere Burg der Umgebung mit dem verschlissenen Felsen verbunden ist: Spalten, Kanten, Klüfte und eine Höhle wurden zum Bau der Burg miteinbezogen. Heute sind von der ehemaligen Burganlage nur noch wenige Mauerreste und in den Felsen gehauene Treppenstufen erhalten.

Grundriss der Burg Baldeck